Von Sanitätern, Soldaten und Feuer am Flughafen

Dass ein Schulausflug mal gemeinsam mit einer anderen Schule stattfindet, ist ja schon etwas Besonderes. Zumal sich die 30 Schüler nicht an einem Museum oder zu einem sportlichen Wettkampf trafen, sondern vor einer Kaserne. Das Ziel der Schulsanitäter war nämlich die Kaserne in der Neuherbergstraße 11, in der die Bundeswehr angehende Sanitäter und Notärzte aus- und fortbildet.

Ein interessantes Berufsfeld also, das sich die Schüler aus Germering, Puchheim und Fürstenfeldbruck näher anschauen wollten. Begrüßt wurde die Gruppe von Stabsarzt Dr. Banik, der den Schülerinnen und Schüler zusammen mit vier Ausbildern über sein Tätigkeitsfeld und seine Erfahrungen bei der

Bundeswehr berichtete und für viele Fragen zur Verfügung stand. So staunte unser Sanitätsnachwuchs nicht schlecht, als er erfuhr, dass die Soldaten auch im zivilen Rettungsdienst tätig sind, wie vielfältig die Ausbildung dort ist und dass es natürlich auch weibliche Ausbilder dort gibt. Im Anschluss durften die Schüler die Materialkammern inspizieren und lernten in kleinen Workshops das spezielle Material der Bundeswehrsanitäter sowie viele Tricks und Kniffe näher kennen, die man im Schulsanitätsdienst nicht unbedingt lernt.

Normalerweise wäre das schon ein toller, lehrreicher Ausflug gewesen, aber die Exkursion ging noch weiter an den Flughafen. Dort hatten die Schüler die Möglichkeit, einen weiteren beruflichen Werdegang kennenzulernen. Maximilian Kopreck, ein ehemaliger Schulsanitäter der Realschule Puchheim, stellte seinen Arbeitsplatz bei der Werksfeuerwehr am Flughafen vor. Denn am Flughafen, der die Größe einer Kleinstadt hat, muss nicht nur Feuer gelöscht werden, auch Sanitätseinsätze, Tier- und Wasserrettung gehören ebenso zum Alltag der Feuerwehrmänner und Frauen dort wie auch das ständige Training, im Großschadensereignis innerhalb von 180 Sekunden an jedem Ort auf dem Rollfeld sein zu können. Neben den ohnehin schon beeindruckenden Fahrzeugen einer Feuerwehr gibt es dort natürlich auch entsprechend großen Maschinen, die zum Löschen von Flugzeugen gebraucht werden sowie ein hochmodernes Einsatzleitfahrzeug, das die Größe eines Buses hat. Auch hier hatten unsere Schüler genügend Zeit, Fragen zu stellen und alles zu besichtigen, bevor es, nach einer kleinen unfreiwilligen Dusche bei der Vorführung des Löschfahrzeugs, wieder zurück nach Hause ging. Sichtlich erschöpft und geplättet von den Eindrücken und Informationen war es dann auch schön wieder zu Hause anzukommen und sich in Ruhe den einen oder anderen Gedanken über die berufliche Zukunft zu machen. Unser Dank gilt allen Schülern, die uns diszipliniert und mit viel Ausdauer durch den anstrengenden Tag begleitet haben sowie Dr. Banik mit seinem Team und Maximilian Kopreck von der Werksfeuerwehr am Flughafen, die sich für uns Zeit genommen haben.